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Unter Druck

Die Unternehmen bauen Stellen ab, auch im Management. Welche Qualifikationen werden künftig gebraucht?

Kik, Zalando, Otto – etliche Unternehmen bauen zurzeit im großen Stil Stellen ab. Es wird dabei ger­ne über­se­hen, dass es nicht nur die „klei­nen“ Ange­stell­ten trifft, son­dern zugleich etli­che Mana­ger gehen müs­sen. Man­che Ent­schei­der suchen auch den Absprung, weil sie spü­ren, dass es für ihr Unter­neh­men eng wird, oder auch weil der Spaß an der Arbeit unter der aktu­el­len Druck­si­tua­ti­on lei­det. Unse­re Tele­fo­ne in der Per­so­nal­be­ra­tung klin­geln im Moment jeden­falls so häu­fig wie nie zuvor.

Es ist aus Sicht der Unter­neh­men wie aus Sicht der betrof­fe­nen Mana­ger eine heik­le Situa­ti­on. Denn wir haben es ja nicht nur mit einer kon­junk­tu­rel­len Del­le, son­dern mit einem struk­tu­rel­len Wan­del zu tun, der jetzt unter Druck beschleu­nigt abläuft. Neue Geschäfts­mo­del­le stel­len ande­re Anfor­de­run­gen. Die Arbeit eines AL/EKs im Fach­han­del hat mit der eines Ven­dor Mana­gers bei Ama­zon prak­tisch nichts zu tun. Ein Sales Direc­tor bei einer Who­le­sa­le Brand, der heu­te mit Hage­mey­er über einen Shop und mor­gen mit P&C über SMUs ver­han­delt, aber nicht weiß, was ein Zalan­do von ihm will und wie er mit dem Mar­ket­place-The­ma umge­hen soll, wird es schwer haben. Ein Mar­ke­ting-Chef, dem sei­ne jun­gen Mit­ar­bei­ter erklä­ren müs­sen, was in Tik­Tok ankommt und was crin­ge ist, und der statt­des­sen lie­ber wie eh und je nach Süd­afri­ka zum Shoo­ting fliegt (natür­lich „wegen des tol­len Lichts“), wird nicht mehr gebraucht. Und eine Show wie GNTM, die die Prin­zes­sin­nen- und neu­er­dings auch Prin­zen­träu­me jun­ger Men­schen aus­beu­tet, wird voll­ends zur Illu­si­on, wenn Models jetzt durch KI-gene­rier­te Schön­hei­ten abge­löst wer­den. Bleibt nur noch die Kar­rie­re auf Insta­gram. ‚Ger­ma­nys Next Top Influen­cer‘ braucht kein Pro Sie­ben, um Bekannt­heit auf­zu­bau­en.

Die Digi­ta­li­sie­rung hat vie­le Orga­ni­sa­tio­nen bereits mas­siv gestresst, nicht nur weil neue Play­er den Markt enger machen, son­dern auch weil digi­ta­le Tools ein ande­res Arbei­ten mit sich brin­gen. Mit KI rollt nun eine Wel­le her­an, deren Aus­wir­kun­gen noch gar nicht abzu­schät­zen sind und die wahr­schein­lich für jeden ein­zel­nen Arbeits­platz mehr oder weni­ger gro­ße Ver­än­de­run­gen brin­gen wird. Die Mode­leu­te sehen sich ja ger­ne als Inno­va­ti­ons­trei­ber, die ganz vor­ne mit­spie­len. Mit Tech­no­lo­gie tun sie sich indes häu­fig schwe­rer als ande­re Bran­chen. Hier liegt auch ein Grund, wes­halb digi­ta­le Geschäfts­mo­del­le gera­de in die­ser Bran­che so leicht punk­ten konn­ten.

Per­spek­ti­visch wer­den in den Unter­neh­men weni­ger, aber bes­ser qua­li­fi­zier­te und leis­tungs­fä­hi­ge­re Men­schen gebraucht. An jedem ein­zel­nen Arbeits­platz. Die­se Pro­fis sind intern zu ent­wi­ckeln, oder sie sind extern zu gewin­nen. Auch wenn aktu­ell mehr aus- als ein­ge­stellt wird: Der War for Talents wird in Zukunft nicht weni­ger inten­siv geführt wer­den.